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Freundeskreis Hoeschpark e.V.

Stockheide darf nicht sterben

Im Jahr 2010 veranstaltete der Freundeskreis eine Unterschriftenaktion, die mit mehr als 2000 Unterschriften auf große Resonanz bei den Bürgerinnen und Bürgern stieß.  Die immer noch aktuellen Forderungen lauteten damals:

  • Erhalt des einzigen Freibads in der Nordstadt!
  • Renovierung und ökologische Modernisierung des Bads!
  • Verbesserung der Erreichbarkeit und Parkplatzsituation durch Zugang vom Hoesch-Park und zügige Realisierung der geplanten »Nordspange«!
  • Akzeptanz des »Dortmund-Passes« oder Einführung vergleichbarer Ermäßigungen!
  • Entwicklung einer neuen Veranstaltungs- und Schwimmkultur!

Aus der Niederschrift der Ratssitzung vom 26.11.2009

„Die Verwaltung wird aufgefordert, Alternativen zur Schließung des Freibades Stockheide zu erarbeiten, um es auch unter sozialpolitischen Gesichtspunkten als wichtige Naherholungsfunktion für die Bewohnerinnen und Bewohner der Nordstadt dauerhaft zu erhalten. Insbesondere ist dabei wie auch bei den Hallenbädern auch eine Neuausrichtung der bisherigen Betriebsform zu überprüfen und die heute schon absehbaren Kosten für eine Sanierung innerhalb der nächsten zehn Jahren sind aufzuzeigen.“


Quelle: Niederschrift über die 2. Sitzung des Rates der Stadt am 26.11.2009, Ratssaal, Rathaus, Friedensplatz 1, 44135 Dortmund.

Rettet Stockheide dauerhaft

Bereits im Sommer 1994 protestierten Bürgerinnen und Bürger am Borsigplatz erfolgreich gegen die Schließung des Freibades Stockheide, nachdem die Krupp-Hoesch-Stahl AG als damalige Eigentümerin und Rechtsnachfolgerin der Hoesch AG kein Geld mehr für die Bewirtschaftung der Werksportanlage zur Verfügung stellen wollte. Das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Aktivitäten der Stadt Dortmund  und des Stadtsportbundes verhinderten damals die Schließung des Freibades, um eine wichtige stadtnahe Naherholungsfläche zu erhalten und den (organisierten) Breitensport zu unterstützen. Deshalb pachtete die frisch gegründete Stadtsportbundtochter „Bad und Sport Dortmund gGmbH“ im Jahr 1995 den Hoeschpark und das Schwimmbad Stockheide. Am 1. Mai 2004 erwarb die Stadt Dortmund schließlich beide Anlagen, die nun von der "Sportwelt Dortmund gGmbH" bewirtschaftet werden. Trotz des großen, öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Engagements deuteten sich schon bald erste Probleme an.

Obgleich die Stadt zur Behebung der gröbsten baulichen und technischen Mängel immer wieder öffentliche Mittel in die Sanierung des Freibades investiert hat, steht eine grundlegende Sanierung des Freibades bis heute aus. Dies hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass Stockheide wegen dringendster Instandhaltungsmaßnahmen nur an wenigen Sommertagen geöffnet hatte und deshalb im Vergleich zu den übrigen Dortmunder Freibädern (mit weitaus längeren Betriebszeiten) die niedrigsten Besucherzahlen aufweist.

Aufgrund des großen Sanierungsstaus und der ungünstigen Öffnungszeiten ist das Warmwasserfreibad Stockheide erneut von der Schließung bedroht. Deshalb  hat der Freundeskreis Hoeschpark seit 2010 zahlreiche Aktivitäten veranstaltet, um den Fortbestand des Freibades Stockheide zu sichern:

  • Veranstaltung eines Workshops „Stockheide gemeinsam entwickeln“ in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Borsigplatz
  • Inititierung eines Runden Tisches Stockheide zur Diskussion eines Nutzungs- und Betreiberkonzepts für den Hoeschpark und das Freibad Stockheide
  • Erarbeitung des Betreiberkonzepts
  • Die Durchführung einer Bürgerversammlung (2009) und einer Unterschriftenaktion „Stockheide darf nicht sterben“ und die Übergabe der gesammelten Unterschriften im Dezernatsbüro für Kultur, Sport und Freizeit (2010)
  • Gespräch beim Dezernenten Jörg Stüdemann zur Öffnung des Freibades in 2010 und Übergabe des Nutzungs- und Betreiberkonzepts

Wesentliche Highlights auf dem Weg zum Erhalt des Freibades über sein 60. Jubiläumsjahr hinaus bildeten das politische Bekenntnis des Rats der Stadt Dortmund zu Stockheide im Jahr 2009 und die Unterschriftenaktion der Bürgerinnen und Bürger pro Stockheide 2010 (siehe Spalte rechts).